Einer der in SonicTonic verwendeten Inhaltsstoffe sind binaurale Beats, aber was sind diese und wie funktionieren sie?

Was sind binaurale Beats?

Binaurale Beats sind Töne, die im linken und im rechten Ohr als zwei leicht unterschiedliche Frequenzen wahrgenommen werden, die jedoch als eine wahrgenommen werden. Der binaurale Hörschlag, den eine Person hört, ist also der Frequenzunterschied zwischen dem linken und dem rechten Ohr. Binaurale Beats liegen immer unter 1000 Hertz (Hz ), da das Gehirn den binauralen Beat nur bei diesen Frequenzen wahrnimmt.

Wenn z. B. das linke Ohr einen Ton mit 440 Hz und das rechte Ohr mit 430 Hz registriert (vorzugsweise mit Kopfhörern), ist der binaurale Beat, der vom Gehirn gehört wird, die Differenz zwischen den beiden Frequenzen – 10 Hz.

Eine Reihe von Studien hat bewiesen, dass das Hören von binauralen Beats die Gehirnwellen beeinflussen kann und dass sich das Gehirn mit der von den binauralen Beats vorgegebenen Frequenz synchronisiert, weshalb sie in der rezeptiven Klangtherapie von SonicTonic verwendet werden.

Die Auswirkungen auf das Gehirn, oder „Brainwave Entrainment“, können gemessen werden, wenn eine große Anzahl von Neuronen im Gehirn kleine elektrochemische Signale aneinander senden. Diese können in einem Elektroenzephalogramm (EEG) nachgewiesen und sichtbar gemacht werden.

Wie funktionieren binaurale Beats?

Es gibt eine Reihe von Studien, die die Wirkung von Binaural Beats auf den menschlichen Körper untersucht haben – sowohl auf kognitive Prozesse, z.B. Kreativität, Gedächtnis, als auch auf körperliche Aspekte, wie z.B. Schmerzen.

Sie können beim Gedächtnis helfen…

Eine Studie von Prof. T. Ortis untersuchte die Wirkung von Binaural Beats auf die Gedächtnisleistung. Im Rahmen des Experiments wurden zwanzig Versuchspersonen gebeten, sich unzusammenhängende Wörter zu merken und sie dann aus dem Gedächtnis wiederzugeben.

Während der Studie, die über einen Zeitraum von 15 Tagen durchgeführt wurde, hörten sie verschiedene akustische Signale: Binaurale Beats von 5 Hz und 13 Hz bzw. weißes Rauschen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikant positive Wirkung bei denjenigen, die zweimal täglich 15 Minuten lang 5Hz Binaural Beats hörten.

… Kreativität fördern

An der Universität Leiden in den Niederlanden wurde in einem Experiment der Zusammenhang zwischen Binaural Beats und Kreativität untersucht. In der Studie führten 24 Probanden 3 Experimente pro Tag durch: Im ersten wurden sie mit einem binauralen Beat mit einer Alpha-Frequenz von 10 Hz stimuliert, im zweiten mit einem binauralen Beat mit einer Gamma-Frequenz von 40 Hz und im dritten mit einem nicht binauralen, konstanten Ton von 340 Hz als Kontrollsituation.

Die Reihenfolge der drei Experimente variierte von Teilnehmer zu Teilnehmer. Zu Beginn des Experiments wurden die Teilnehmer mit einer der drei Tonquellen stimuliert. Während das Tonsignal eingeschaltet war, wurden ihnen verschiedene Aufgaben gestellt, die kreatives Denken erforderten.

In einem Teil des Experiments untersuchten die Forscher das divergente Denken. Dazu wurden Aufgaben gestellt, z. B. sollten die Teilnehmer so viele Verwendungszwecke eines bestimmten Haushaltsgegenstands wie möglich in einer bestimmten Zeitspanne auflisten.

Der zweite Teil der Aufgabe betraf die Untersuchung des konvergenten Denkens. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, ein Wort zu finden, das mit den drei anderen verknüpft werden kann, z. B. die Kombination von „super“ mit „Markt“, „Star“ und „Held“.

Die Studie ergab, dass die Stimulation mit binauralen Beats, unabhängig von der Frequenz, das divergente Denken positiv beeinflusst.

…Ängste abbauen

Die Aussicht auf einen chirurgischen Eingriff löst bei den Patienten oft Ängste aus. Dies lässt sich durch den Kontrollverlust, die ungewohnte Umgebung und das wahrgenommene Risiko des Verfahrens erklären. Dr. Padmanabhan und seine Kollegen untersuchten den Einfluss von Binaural Beats auf die Angstgefühle vor einer bevorstehenden Operation. Die Studie wurde am Sunderland Royal Hospital über einen Zeitraum von sechs Monaten mit insgesamt 108 Patienten durchgeführt, die auf eine Operation unter Vollnarkose warteten.

Etwa 45-60 Minuten vor der Operation wurden die Teilnehmer gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, der ihnen helfen sollte, ihre subjektiven Ängste zu verstehen. Danach hatte jeder Teilnehmer eine der folgenden, zufällig ausgelösten Aktionen:

Anschließend wurden die Teilnehmer gebeten, denselben Fragebogen erneut auszufüllen. Das Ergebnis war eine deutliche Verringerung der Angstzustände bei denjenigen, die Binaural Beats gehört hatten.

…Schmerzen reduzieren

Eine Studie von Dr. Donna D. Zampi untersuchte, ob Binaural Beats wirksam zur Linderung chronischer Schmerzen eingesetzt werden können. Zu diesem Zweck wurden 36 Patienten, die an verschiedenen Arten von chronischen Schmerzen litten, in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hörte an 14 aufeinanderfolgenden Tagen 20 Minuten lang binaurale Beats mit 6 Hz, während die andere Gruppe einen nicht-binauralen Ton mit 300 Hz als Placebo hörte. Anschließend wurden die Gruppen für die nächsten 14 Tage gewechselt. Im Ergebnis konnte nachgewiesen werden, dass das Schmerzempfinden durch das Hören von Binaural Beats deutlich gesenkt werden konnte.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Binaural Beats verschiedene kognitive und körperliche Prozesse, wie Gedächtnis, Kreativität, Angst oder Schmerz, positiv beeinflussen können. Viele Hörer empfinden Binaural Beats als angenehmer, wenn sie in Musik eingebettet sind, als wenn sie reine Sinuswellen hören.

Mit SonicTonic können Sie beides tun. Wenn Sie sich also selbst von der Wirkung der binauralen Beats überzeugen möchten, laden Sie die App herunter und probieren Sie sie noch heute aus.

 

 

Quellen

[1] Chaieb, Leila et al: Auditory beat stimulation and its effects on cognition and mood states, In: Frontiers in
Psychatrie 6:70 (2015)
[2] Oster, Gerald: Auditory beats in the brain, In: Scientific American 229 (1973), S. 94-102
[3] Ortis, T.: Impact of auditory stimulation at a frequency of 5Hz in verbal memory, In: Actas Esp Psiquitar (2008) 36(6):
307-13
[4] Reedijk, Susan et al: The impact of binaural beats on creativity, In: Frontiers in Human Neuroscience (2013) 7:786
[5] Padmanabhan, R. et al: Eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie zur Untersuchung von Binaural Beat Audio und präoperativen
Angst bei Patienten, die sich einer Allgemeinanästhesie für eine ambulante Operation unterziehen, In: Anaesthesia (2005) 60:9:874-7
[6] Zampi, Donna D.: Efficacy of Theta Binaural Beats for the Treatment of Chronic Pain, In: Alternative Therapien in
Gesundheit & Medizin, Jan/Feb2016, Vol. 22 Ausgabe 1, S. 32-38. 7p.
[7] Berger, Hans: Über das Elektrenkephalogramm des Menschen, In: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten 87,
1929, S. 527-570
[8] Heraz, A.; Frasson, C.: Vorhersage der drei Hauptdimensionen der Emotionen des Lernenden anhand der Gehirnströme,
In: International Journal of Computer Science Vol. 2 Nr. 3, 187-193
[9] Mori, T.; Kai, S.: Noise-Induced Entrainment and Stochastic Resonance in Human Brain Waves, In: Physical Review
Briefe, Vol. 88 Nr. 21 (2002)
[10] Thaut, M. H.: Neural basis of rhythmic timing networks in the human brain, In: Annals of the New York Academy of
Wissenschaften, Band 999, November 2003, S. 364-373
[11] Dobie, R.A. et al: Binaural interaction in human auditory evoked potentials, In: Elektroenzephalographie und klinische
Neurophysiologie, Bd.49(3-4), S. 303-313
[12] Christine Beauchene1, Nicole Abaid2, Rosalyn Moran3, Rachel A. Diana4, Alexander Leonessa1: Die Wirkung von
Binaurale Beats auf das visuell-räumliche Arbeitsgedächtnis und die kortikale Konnektivität
Basierend auf einem deutschen Beitrag von musicfox.com